Faszination Graves-Modell in Beratung und Coaching

Aufbau der Graves-Levels
Aufbau der Graves-Levels

Herr Neumann ist frustriert. Sein Urlaub neigt sich dem Ende zu und zum ersten Mal seit er denken kann, freut er sich nicht auf die Rückkehr an den Arbeitsplatz. Er ist Abteilungsleiter in einem größeren Unternehmen und kommt irgendwie nicht mit seinen Vorgesetzten klar. Dieser ist sehr bemüht und entgegenkommend, dennoch arbeiten und reden die beiden aneinander vorbei. Es ist nervenaufreibend und zunehmend kräftezehrend, denn die Situation liegt wie ein verknotetes, heillos verwickeltes Kabelknäuel vor ihm. Nach einigen schlaflosen Nächten wird ihm klar: er braucht dringend eine Veränderung und sucht daher ein Coaching bei Bert.

 

Die Arbeit mit dem Graves-Modell
Bert stellt zunächst eine Menge Fragen zu der Firma und zu Herrn Neumann, die erstmal gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Es geht sehr viel um Kommunikationsstrukturen, Umgangsformen, Informationsfluss, Erwartungen, Bedürfnisse und Werte.

In Berts Kopf formieren sich diese Einzelinformationen zu einem immer stimmigeren Bild und damit auch zu einem Lösungsansatz. Das „Raster“, nach welchem Bert die Informationen abklopft, ist das Graves-Modell oder Graves Values System Model (GVS) - ein extrem nützliches Coaching- und Beratungsmodell, va. für Lösungen wie die Bedürfnisse des einzelnen und des großen Ganzen (z.B. Firma) zusammen kommen können. Sicherlich eine der ganz großen Herausforderungen unserer Zeit.

 

Das Graves-Modell schnell erklärt
Das GVS ist ein ein sozio-psychologisches Modell über die (Weiter-)Entwicklung von verschiedenen aufeinander aulbauenden Wertesystemen. Derzeit existieren acht dieser Wertsysteme oder Ebenen, jedoch geht man davon aus - und wartet sogar mit Spannung darauf -, dass ein neuntes Wertsystem entstehen wird. Jedes Wertesystem bzw. jede Ebene entwickelt sich aus dem gegenseitigen Zusammenwirken von bestimmten Lebensumständen und Problemen sowie der dazugehörigen Lösungsstrategie (Coping-Mechanismus). Mit den Veränderungen von Lösungsstrategien können andere, neue Anforderungen bewältigt werden und umgekehrt: Neue Anforderungen erfordern neue Lösungsstrategien.

Wer mit dem GVS in der Beratung - ganz egal, ob im Therapie- oder Business-Kontext - arbeiten möchte, sollte drei Dinge beherrschen: Erstens das Wesen des Modells von Grund auf verstehen, zweitens die Zugehörigkeiten zu den verschiedenen Wertsystemen der beteiligten Personen oder Organisationen diagnostizieren lernen (Diagnosephase) und drittens elegante und angemessene Interventionen einleiten können (Interventionsphase), d.h. die Wertsysteme pacen und integrieren bzw. von einem Wertsystem ins nächste führen oder die richtigen Partner zusammenbringen.

 

Analyse-Phase nach den Graves-Ebenen
Im obigen Beispiel konnte Herr Neumann ziemlich eindeutig der Truth Force (DQ)-Ebene zugeordnet werden, während das Unternehmen als typische Strive-Drive (ER)-Firma identifziert wurde. Hinter diesen etwas merkwürdigen Bezeichnungen verbergen sich die oben angesprochenen Wertesysteme. Einem DQler sind z.B. klare Regeln und vorhersehbare Schritte extrem wichtig. Ein ERler ist spontaner und trifft seine Entscheidungen nach dem Wettbewerbsprinzip und fordert viel Eigeninitiative. Hier treffen zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinander, die immer wieder zu Konflikten führen.

 

Die Lösung mit dem Graves-Modell
Bert’s Anliegen war nicht Herrn Neumann’s Wertesystem zu verändern - das ist von außen in aller Regel gar nicht möglich, sondern einen viel einfacheren Weg gegangen. Bert brachte Herrn Neumann bei, wie sein Vorgesetzter tickt, mit welchen Worten und Prinzipien dieser angesprochen werden kann, um so auf eine Ebene konstruktiver Kommunikation zu kommen: Herr Neumann lernte, den fortschrittlichen, zielorientierten Denk- und Arbeitsstil der ER-Firma zu pacen und so seine Bedürfnisse zu formulieren, dass sie auch ankamen. Plötzlich war ein gegenseitiges Verständnis da. Die Geschäftsführung hat verstanden, ihre Ziele in klare und transparente Regeln und Vorschriften zu übersetzen und zu definieren - und siehe da: plötzlich funktionierte es!

Auch nach ein paar Wochen war die Rückmeldung durchweg positiv: durch das gegenseitige Aufeinanderzugehen, in der den Graves-Leveln entsprechenden Art und Weise, haben sich die Probleme geradezu in Luft aufgelöst. Herr Neumann hat wieder Freude an der Arbeit gefunden, schläft bestens und entwickelt sogar die ein oder oder andere Eigeninitiative.


Lust auf das Graves-Modell bekommen?

Wer die einzelnen Stufen schon kennt, der kann sich am Wochenende 08.09.-10.09.2017 zum Graves-Pracititioner ausbilden und zertifizieren lassen.

Noch keine Grundkenntnisse? Ein Intensiv-Coaching bei Bert macht die Teilnahme an diesem Wochenende dennoch möglich - einfach Kontakt mit uns aufnehmen! Wir freuen uns!

 

Danke fü's Teilen :-)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0